atomschmuggel

deutsche und schweizer ermittler sind sich ziemlich sicher: die familie tinner aus dem schweizer rheintal hat bei internationalen lieferungen sensibler nukleartechnik eine schlüsselrolle gespielt.

ob es tatsächlich stimmt, müssen die gerichte klären. während urs, marco und friedrich tinner in der schweiz noch auf den beginn ihrer verfahren warten, fand 2008 in deutschland am stuttgarter oberlandesgericht der zweite prozess gegen einen deutschen ingenieur und seine mutmassliche verwicklung ins libysche atombombenprogramm statt.


die deutsche bundesanwaltschaft in karlsruhe (hier zwei der anklagevertreter) vertrat den fall diesmal selbst vor gericht.


die staatsschutzkammer des oberlandesgerichts stuttgart (hier bei der prozesseröffnung).

das verfahren in deutschland  galt als sehr aufwendig und kompliziert, die prozessakten umfassten mehr als 200 ordner. zahlreiche wichtige zeugen befanden sich im ausland.


so hat auch urs tinner nicht als zeuge ausgesagt. über ihn haben die deutschen ermittler jedoch zahlreiche informationen zusammengetragen. die in deutschland vorhandenen tinner-akten (hier im bild) erregten im frühjahr 2008 aufsehen, als bekannt wurde, dass die schweizer landesregierung akten aus dem ermittlungsverfahren gegen die tinners vernichten liess.

12.07.2008